Über mich

Ich suche nach Ordnung in einer Welt, die selten geordnet ist

Als Unternehmer habe ich über viele Jahre erlebt, wie schnell sich Situationen verändern können. Märkte verändern sich. Projekte nehmen unerwartete Wendungen. Entscheidungen müssen getroffen werden, obwohl noch nicht alles klar ist.

Vielleicht fasziniert mich deshalb die Natur so sehr.

Denn auch dort ist nichts wirklich statisch. Und trotzdem finden sich überall Muster, Wiederholungen und Strukturen.

In Pflanzen. Im Wasser. In Gestein. In Landschaften, Fellen und Federn.

Diese Muster geben mir keine einfachen Antworten. Aber sie zeigen mir, dass Veränderung und Ordnung nebeneinander existieren können.

Genau dort beginnt meine Arbeit als Künstler.

Andreas Bünter

Andreas Bünter

Ich bin Künstler und Raumkonzept-Entwickler und Gründer von Bunter Fine Art. Geboren bin ich in Luzern. Bereits als Kind begann ich, Landschaften zu malen. Zunächst autodidaktisch mit Aquarell und Ölfarbe, später vertiefte ich meine künstlerische Arbeit am Milan Art Institute in Florida. Heute arbeite ich in meinem Atelier in Ennetbaden.

Meine künstlerische Arbeit verbindet sich mit mehr als 30 Jahren unternehmerischer und projektbezogener Erfahrung. Für mich sind diese beiden Welten enger miteinander verbunden, als es auf den ersten Blick scheint. Als Unternehmer interessiert mich, wie aus Unsicherheit Orientierung entstehen kann. Als Künstler suche ich nach etwas Ähnlichem. Nach Strukturen im scheinbar Zufälligen. Nach Ruhe in Bewegung. Nach dem Punkt, an dem einzelne Farben, Formen und Materialien plötzlich miteinander funktionieren.

Patterns of Nature

Ein wiederkehrendes Thema meiner Arbeit sind die Muster der Natur. Mich interessiert dabei weniger die naturgetreue Abbildung einer Landschaft, einer Pflanze oder eines Tieres.

Ich suche nach dem, was darunterliegt. Nach Rhythmen, Strukturen, Wiederholungen und Übergängen. 

Was bleibt übrig, wenn man eine Landschaft reduziert? Welche Formen bestimmen eine Wasseroberfläche?

Was geschieht, wenn vertraute Strukturen aus Flora und Fauna aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst und neu zusammengesetzt werden?

Manchmal entsteht daraus eine starke Abstraktion. In anderen Arbeiten bleiben gegenständliche Elemente erkennbar und verbinden sich mit abstrakten Flächen. Es ist ein wenig wie bei einer Reduktion beim Kochen: Viele einzelne Eindrücke werden konzentriert, bis etwas Eigenständiges übrigbleibt.

Muscheln & Steine

Material, Schichtung und Spuren

Meine Arbeiten entstehen überwiegend als Mixed-Media-Originale. Ich verbinde Acryl-Untermalungen, Ölfarbe, Collage und unterschiedliche Oberflächenstrukturen. In ausgewählten Werken arbeite ich auch mit realen topografischen Karten oder alten handschriftlichen Postkarten.

Mich interessieren Oberflächen, denen man ihre Entstehung ansehen kann. Dünne transparente Farbschichten treffen auf kräftigeren Farbauftrag. Stellen werden teilweise wieder abgeschabt. Material wird eingearbeitet, übermalt oder erneut freigelegt. Pinselspuren und Arbeiten mit dem Malmesser bleiben sichtbar. So entsteht Schicht für Schicht eine Oberfläche, die nicht vollkommen glatt und nicht vollkommen kontrolliert ist.

Genau diese Spannung suche ich.

7 Zebraherde in der Wüste

Zebraherde in der Wüste; Mixed Media, Oelfarben auf Leinwand; Keilrahmen, 50x100cm, CHF 2540

Mein Prozess

Die Werke, die Sie heute in meiner Galerie sehen, entstehen nicht nach einem festen Rezept. Am Anfang steht häufig eine Beobachtung aus der Natur, eine Struktur oder eine bestimmte Farbwelt. Daraus entwickle ich die ersten Flächen und Schichten. Manches bleibt bestehen. Anderes verschwindet wieder.

Schichten aufbauen

Meine Bilder sind meist vielschichtig aufgebaut. Auf eine erste Untermalung folgen weitere Farbflächen, Collageelemente oder strukturierte Bereiche.

Mit Ölfarbe und teilweise transparenten Lasuren – also dünnen Farbschichten, durch die darunterliegende Bereiche noch sichtbar bleiben – entsteht zusätzliche Tiefe. Daneben arbeite ich bewusst mit kräftigeren, pastosen Stellen. Dadurch verändert sich die Oberfläche je nach Licht und Betrachtungswinkel. 

Aufbauen und wieder reduzieren

Ein wichtiger Teil meines Prozesses besteht darin, nicht nur etwas hinzuzufügen. Ich nehme auch wieder weg.

Ich kratze Bereiche zurück, übermale sie oder reduziere eine Komposition, wenn sie zu laut geworden ist. Oft entsteht ein Bild gerade durch diesen Wechsel zwischen Aufbau und Reduktion. Die Spuren früherer Entscheidungen bleiben dabei teilweise sichtbar. Für mich gehören sie zum Werk.

Rhythmus finden

Pinselstriche, Linien, Flächen, Strukturen und die Bewegung des Malmessers erzeugen einen Rhythmus. Irgendwann beginnt daraus eine eigene Bildsprache zu entstehen. Dann prüfe ich nicht mehr einzelne Stellen. Ich betrachte das Werk als Ganzes. Passt die Spannung zwischen Ruhe und Bewegung? 

Braucht eine Fläche noch etwas? Oder ist gerade das Weglassen richtig?

6 Zebraherde im Sandsturm


Wann ist ein Werk fertig?

Ein Werk ist für mich fertig, wenn ich das Gefühl habe, dass Farbe, Form, Struktur und Material zu meiner eigenen künstlerischen Sprache gefunden haben.

Dieser Moment lässt sich schwer berechnen. Aber man kann ihn erkennen. Weitere Eingriffe würden das Werk dann nicht mehr stärken, sondern ihm etwas nehmen. Dann lasse ich es stehen.

Ein Original verändert nicht nur eine Wand

Wenn ein Werk mein Atelier verlässt, beginnt für mich ein zweiter interessanter Teil seiner Geschichte.

Es begegnet einem Raum. Plötzlich steht die Farbe im Verhältnis zu Holz, Stein, Stoff oder Architektur. Das Format verändert eine Wandfläche. Eine strukturierte Oberfläche reagiert auf Tageslicht und künstliches Licht.

Und aus einem Werk, das zuvor allein im Atelier stand, wird ein Teil eines grösseren Ganzen. Deshalb betrachte ich Kunst nicht losgelöst vom Raum. Für mich lautet die entscheidende Frage nicht nur:

Welches Bild gefällt mir?  Sondern auch:

Was verändert dieses Werk im Raum?

Ein Original kann einen visuellen Mittelpunkt schaffen, eine bestehende Farbwelt aufnehmen oder bewusst einen Gegenpunkt setzen. Welche Wirkung tatsächlich entsteht, hängt jedoch immer vom konkreten Raum, vom Licht und von der Umgebung ab.

Deshalb können illustrative Raumvisualisierungen bei Bunter Fine Art eine Auswahl unterstützen. Sie helfen dabei, Proportion, Position und Farbwelt zu beurteilen. Sie sind jedoch keine Garantie für die exakte spätere Wirkung eines Originals.

Kunst für den Besprechungsraum

Kunst für den Besprechungsraum

Bunter Fine Art

Bunter Fine Art ist für mich mehr als eine Galerie. Es ist das Atelier und die künstlerische Urquelle meiner Arbeit. Hier entstehen die Originale. Hier werden Materialien ausprobiert, Bilder verändert, verworfen, überarbeitet und schliesslich ausgewählt.

Und von hier aus beginnt auch der Dialog darüber, welches Werk zu einem bestimmten Raum passen könnte. Ob für einen privaten Wohnraum, ein Büro, einen Empfang oder ein professionelles Interior-Projekt:

Ich finde es interessanter, zuerst den Raum zu verstehen, als einfach eine freie Wand mit einem Bild zu füllen. Denn gute Originalkunst sollte nicht beliebig austauschbar sein. Sie darf eine eigene Haltung haben. Und sie darf einem Raum etwas hinzufügen, das vorher noch nicht da war.

Entdecken Sie die aktuell verfügbaren Originale von Bunter Fine Art in der Galerie.